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Am 1. Oktober 2025 besuchte der Biologie LK von Frau Kremer die Ruhr‑Universität Bochum, um die Geheimnisse unserer eigenen DNA zu erforschen. Der Schwerpunkt lag auf der mitochondrialen DNA (mtDNA): der DNA in den Mitochondrien unserer Zellen. Diese wird nur von der Mutter vererbt und kann zeigen, aus welchen Regionen der Welt unsere Vorfahren stammen.

 

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Unser Versuch begann ganz praktisch:

 

  • Zellen sammeln: Mit einem Wattestäbchen haben wir vorsichtig an unserer Wangenschleimhaut gerieben, um Zellen zu sammeln. Jede Zelle enthält DNA, die wir später untersuchen.
  • DNA isolieren: Aus den gesammelten Zellen haben wir die DNA herausgelöst. Dabei wird alles andere in der Zelle entfernt, sodass nur die DNA übrigbleibt.
  • DNA vervielfältigen: Die Menge an DNA ist im Original sehr klein. Mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR-Methode) konnten wir die DNA in vielen Kopien herstellen. Man kann sich das vorstellen wie das Kopieren einer Seite eines Buches, bis man viele Seiten hat.
  • DNA sichtbar machen (Gel-Elektrophorese): Am Ende setzten wir die DNA in ein Gel und versetzten es mit Strom. So ließen sich die DNA-Stücke nach Größe sortieren und sichtbar machen. Dadurch konnten wir vergleichen, welche Varianten in unseren Proben vorhanden waren.

Durch diese Schritte konnte jeder von uns sehen, dass die eigene mtDNA auf bestimmte Regionen, wie zum Beispiel Afrika oder den Nahen Osten, zurückgeht. Wir haben also selbst die Arbeit von Forschern erlebt: vom Sammeln der Zellen über die Herstellung von Kopien bis hin zur Analyse der DNA. Gleichzeitig lernten wir, dass solche Methoden in der Forschung, Medizin und Forensik wichtig sind (etwa bei der Untersuchung von Tatorten oder genetischen Studien).

 

Der Ausflug zeigte: Biologie ist praktisch, spannend und greifbar. DNA erzählt Geschichten über uns und wir konnten diese Geschichten selbst erforschen. Statt nur Theorie zu lernen, konnten wir selbst forschen und erleben, wie spannend Wissenschaft in der Praxis wirklich ist. So macht Lernen mehr Sinn und bleibt besser im Kopf in Erinnerung. Die Verbindung aus Theorie und Praxis ist daher ein Konzept, welches besonders unter dem Leitthema „Schule der Zukunft“ in Betracht gezogen werden sollte.